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Planung

Die Planungsphase ist die intensivste im gesamten Projektverlauf und bildet die Basis für die Durchführung. Mit entsprechender Sorgfalt sollten Sie daher sämtliche Prozesse mit Ihren Teams durcharbeiten, denn Fehler, die Sie jetzt machen, potenzieren sich in den Folgephasen. Wichtigstes Ergebnisartefakt dieser Phase ist der Projektmanagementplan. Damit ist nicht das Gantt-Chart gemeint, das Sie in einer ersten Version auch in dieser Phase erstellen, sondern die vollständige Kon-figuration der Projektprozesse. Sie beantworten u.a. Fragen wie:

  • Wie werden Anforderungen aufgenommen?
  • Wo werden Dokumente abgelegt?
  • Wer wird zum wöchentlichen Jour Fixe eingeladen?
  • Wie werden Risiken beobachtet und wer ist dafür verantwortlich?
  • Wie muss der Beschaffungsprozess gestaltet werden?

Die hier aufgelisteten Fragen sind nur Beispiele, den kompletten Umfang finden Sie im Buch beschrieben.

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  • Spezifikationsdokument.dot


    Die Inhalte dieser Aktivität beziehen sich auf die in dieser Iteration umzusetzenden Inhalte. Die Anwendungsfälle aus der Anforderungsanalyse beschreiben die Abläufe und Interaktionen des Benutzers mit dem zu entwickelnden Softwaresystem. Sie gliedern sich jeweils in eine Reihe einzelner Aktivitäten. Um identische oder ähnliche Aktivitäten unterschiedlicher Anwendungsfälle zu identifizieren und somit Modellredundanzen zu erkennen und zu beseitigen, sind die identifizierten Anwendungsfälle detailliert zu beschreiben. Dazu werden für jeden identifizierten Anwendungsfall entsprechende UML-Aktivitätsdiagramme erstellt. Jeder Teilschritt aus einem Anwendungsfall entspricht dabei einer Aktivität. Dadurch lassen sich Abhängigkeiten, Parallelitäten und Nebenläufigkeiten sowie Entscheidungs- und Verzweigungspunkte des Anwendungsfalls präzise darstellen. Dabei kann es vorkommen, dass Aktivitäten weiter unterteilt und neue Zusammenhänge und Abhängigkeiten identifiziert werden. Eine eindeutige und aussagekräftige Namensgebung sowie ein einheitliches Abstraktionsniveau sind für die Durchführung dieser Aktivität zweckmäßig. Das Ergebnisdokument zur Detaillierung der Anwendungsfälle ist vom verantwortlichen Teilprojektleiter Softwareentwicklung zu erstellen.

  • Projektplan.mpt


    Er berücksichtigt neben allen PSP-Elementen und darunter angelegten Arbeitspaketen die Zusammenhänge und damit den zeitlichen Ablauf und die Sequenz einzelner Pakete, die Verfügbarkeit von Ressourcen sowie die im Projektauftrag grob dargelegte Meilensteinplanung. Die Aufstellung des Projektplans muss dabei einigen grundsätzlichen Kriterien folgen.

  • Projektorganisationschart.vsd


    Anhand des erteilten Projektauftrages erarbeitet der Projektmanager einen Vorschlag für die Projektorganisation. Dabei wird in diesem Schritt noch keine Rücksicht auf die Verfügbarkeit von Ressourcen genommen, es werden lediglich die Rollen festgelegt, die im Projekt besetzt werden müssen. Das Diagramm soll frühzeitig darlegen, welche Fähigkeiten im Projekt benötigt werden und wie sie eingesetzt werden sollen.

  • Projektmanagementplan.dot


    Der Projektmanagementplan ist die „Mutter aller Pläne“ für das Projekt. In ihm wird definiert, wie das Projekt funktioniert und abläuft. Es ist daher wichtig, den Plan sehr früh zu initiieren. Zwar ist das Dokument während des gesamten Projektes „lebend“ und wird laufend angepasst, dennoch ist es zu jeder Zeit erforderlich, einen den Kenntnissen entsprechenden Gesamtplan zu haben.

    In diesem Schritt wird daher auch PITPM selbst an die Bedürfnisse des Projektes angepasst, das Vorgehensmodell wird also auf das Projekt „zugeschnitten“.

    Im Detail wird im Projektmanagementplan festgelegt:

    • Ob bestimmte PITPM-Prozessschritte ausgelassen oder anders als geplant durchgeführt werden
    • Sämtliche Werkzeuge und Techniken, die im Projekt zum Einsatz kommen sollen, wie etwa MS-Sharepoint-Räume zur Kollaboration, MS-Project zur Planung, Excel zum Reporting usw. Sofern die Mittel bereits in anderen Dokumenten detailliert beschrieben werden genügt es, hier eine entsprechende Referenz aufzunehmen.
    • Wie mit Änderungen umgegangen wird
    • Wie die Produktionsgeschwindigkeit gemessen werden soll
    • Wie grundsätzlich miteinander und zum Management kommuniziert werden soll (Inhalte, Häufigkeit, Medien, Vorlagen, etc.)
    • Vorgaben zum Review und zur Freigabe vorab definierter Artefakte oder Liefergegenstände durch das Management
    • Besonderen Stellenwert hat das Konfigurationsmanagement, da es die Systeme und Prozesse zur Konfiguration des Projektes festlegt, also vor allem Aufgabenverfolgung, Projektplan, Defect- und Change-Request-Management usw.

    Zudem werden in diesem Dokument sämtliche Managementpläne der einzelnen PITPM-Disziplinen zusammengeführt und konsolidiert, sofern sie für die geplante Projektkonstellation benötigt werden.

  • Planung.xls


    Mit Hilfe der Arbeitspaketliste ergänzt um die Schätzung des Aufwandes läßt sich der zeitliche Ablauf eines Projektes planen. Durch die Abhängigkeiten der Arbeitspakete läßt sich z.b. ein Netzplan erstellen. Mit Hilfe des Netzplans läßt sich die parallele bzw. sequentielle Ausführung der Arbeitspakete planen, sofern Angaben über die benötigten Betriebsmittel vorhanden sind. Hieraus lassen sich nun die Termine der Arbeitspakete berechnen welche in die Arbeitspaketliste zurückfließen.

    Auf Basis der Arbeitspaketliste kann nun ein Ergebnisplan erstellt werden, in dem verbindliche personelle und zeitliche Vorgaben gemacht werden.

    Der Ergebnisplan kann als Führungsinstrument benutzt werden.

     

     

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